2019

Auftritt im Pflegeheim Triberg

 Bilder ab 2016 -2019

Tag des Liedes 2016 in Schonach

 

Plakat zum TAG DES LIEDES anl. des 115-jährigen Bestehens des MGV SCHONACH

Chor-Geburtstag wird zum Tag des Liedes

(Artikel vom SÜDKURIER 11.04.2016)

Gerade noch die Kurve gekriegt: Nachdem sich der Männergesangverein Sängerkreis (MGV) im Jahr 2014 zunächst aufgelöst hatte, jedoch dann von überzeugten Sängern wieder neu ins Leben gerufen wurde, kann er jetzt, nach nur 2 Jahren der Neufindung, das 115-jährige Bestehen feiern. Aus diesem Anlass richteten die Mitglieder den "Tag des Liedes"   aus, der im Haus des Gastes gefeiert wurde.

 

Etwa 350 Besucher strömten in den festlich dekorierten Saal mit der Inschrift „Sängerkreis Schonach 1901“. Auf einer riesigen Leinwand wurde fetziger und traditioneller Chorgesang versprochen. „Wir sind sehr dankbar, dass der Schützenverein die Bewirtung übernimmt“, zeigte sich der Vize-Vorsitzende Wolfgang Förtsch im Gespräch mit unserer Zeitung erfreut.

 

Der Vorsitzende Bernd Kaltenbach konnte nicht nur mehrere Gastchöre aus der näheren Umgebung willkommen heißen, sondern auch Bürgermeister Jörg Frey mit Gattin Sigrid. Wolfgang Denecke, der Präsident des Schwarzwald-Baar Chorverbandes und Vize-Präsident des Badischen Chorverbandes, fehlte ebenso wenig im Kreis der Ehrengäste wie die Kreis-Chorleiterin Marianne Kopp.

 

Der Abend wurde eröffnet mit dem Kinderchor der Jugendmusikschule. Unter der Leitung von Monika Hehl bildeten die Lieder der Jungen und Mädchen einen fröhlichen Start in den Jubiläumsabend. Die temperamentvollen Bewegungen beim Singen machten den Kindern sichtlich Spaß. Das Publikum schmunzelte und sparte nicht mit Beifall für den musikalischen Nachwuchs, der bei einem Lied von einem kleinen Orchester begleitet wurde.


Die Jugendlichen Kathrin Börsig, Lucy Schmidt und Maximilian Hackenjos, sowie Gregor und Konstantin Spath agierten mit Schlagzeug und Gitarren. „Das war ein grandioser Auftritt“, lobte der Moderator Bernd Kaltenbach die Gruppe und überreichte den strahlenden Kindern ein Präsent.

 

Unter der Leitung von Thomas Schmidt erfreute anschließend der Veranstalter die begeisterten Zuhörer. Neben einem romantischen Wanderlied erklang der berühmte Song „Oh du wunderschöner deutscher Rhein“ und Udo Jürgens Hymne an die Zukunft „Ihr von morgen.“ Der MGV Liederkranz Peterzell, der ebenfalls von Thomas Schmidt geleitet wird, kam danach an die Reihe. Die Lieder „Wir schließen Freundschaft durch Musik“ von Gerhard Wind und „Heimweh“ von Freddy Quinn standen auf dem Programm der Peterzeller. „Warum strahlen heute Nacht die Sterne so hell“, klang zum Abschluss das Liebeslied von Ralph Siegel durch den Saal. Der Gesangverein aus Oberkirnach mit dem romantischen Namen „Kirnachklänge“ besang unter der Leitung von Dirigentin Kopp den schönen Schwarzwald in drei Liedern.


Unter der Leitung von Elke Hummel präsentierte der Gesangverein Concordia aus Vöhrenbach ebenfalls drei Lieder, den Walzer Nummer 2, Granada und Feuerzeug. Der MGV Sängerbund aus St. Georgen hatte einige Gastsänger aus dem Werks-Chor der Firma Weisser im Schlepptau. „Weihe des Gesangs“ aus Mozarts Zauberflöte, „Teure Heimat“ von Guiseppe Verdi und der Hymnus „Klänge der Freude“ beeindruckten das Publikum. Besonders viel Beifall aber gab es für die Bergstadt-Hymne nach einer Melodie aus der Oper Carmen. „Das war eine Uraufführung in unserem Dialekt“, informierte der Leiter Helmut Wößner nicht ohne Stolz.

 

Den glanzvollen Abschluss bildete die Chorgemeinschaft Nußbach mit drei flotten Gesängen unter der Dirigentin Irina Hilser. In den Kanon „Schön war die Zeit“, stimmten alle Gäste ein, bevor dann Alleinunterhalter Herbert Ottl aus Schonach in Aktion trat, damit unternehmungslustige Paare das Tanzbein schwingen konnten.

 

Impressionen vom TAG DES LIEDES - 09.04.2016 - Haus des Gastes Schonach
​(Bilder: SÜDKURIER - Maria Kienzler)

 

Der neue Vorstand rettet den MGV Schonach zumindest vorläufig vor der Auflösung (von links): Herbert Burger, Wolfgang Förtsch, Bernd Kaltenbach, Markus Nagler. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Der MGV ist erst einmal gerettet

(Artikel vom Schwarzwälder-Bote 10.04.2014)

Es geht weiter mit dem Männergesangverein Schonach, nachdem sich ein Vorstand gefunden hatte, der sogar mit großer Mehrheit gewählt wurde. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Armin Ringwald gab es einen Kassenbericht von Silvia Fehrenbach über die Tage seit der letzten Versammlung vom 15. März. Rund 2500 Euro Guthaben stehen noch zu Buche, kein riesiger Betrag angesichts der Kosten, die der Verein als Gesangverein hatte. "Man hat uns Jahre und Jahrzehnte als Verein der Feste wahrgenommen; die letzten Jahre ging es mit den Aktiven stetig bergab, zuletzt waren wir neun Männer und 20 Frauen", trug Ringwald vor. Petra Reiker brachte es dann auf den Punkt: Nun wollten die weitermachen, die in den letzten Jahren den Verein "im Stich gelassen" hätten.

 

Der Vorstand um Armin Ringwald habe sich aus allen Ecken Schelte gefallen lassen müssen, dennoch stehe er dazu, der komplette Vorstand sei ausgebrannt, betonte er. Einige Vorstandsmitglieder hätten sogar schon ihren Austritt aus dem Verein eingereicht, darunter Schriftführerin Sandra Kuner. "Was macht es für einen Sinn, einen traditionsreichen Verein aufrecht zu erhalten, nur damit er namentlich erhalten bleibt", lamentierte er. Dem widersprach Markus Nagler energisch. Sicher könne man den MGV nicht in der bisherigen Form weiter führen. Man müsse nun ohne teuren Chorleiter wieder von vorne beginnen – vielleicht mit einem Leiter, der dies ehrenamtlich macht. Wolfgang Förtsch meinte, es liege bei jedem Einzelnen, wie weit man später den Erfolg sehen könne. Es sei einfach schade, wenn den Kommunen ausgerechnet die kulturellen Vereine wegbrächen. Bürgermeister Jörg Frey sah eine zweite Chance für den Verein. "Es wäre Sünd’ und Schand’, wenn es zur Auflösung kommt", meinte er und verwies auf die fünf anwesenden Gemeinderäte und auf die Bedeutung des Vereins.

 

Bernd Kaltenbach, langjähriger Vorsitzender und vor etwa drei Jahren ausgetreten, betonte, er sei nicht "davon gelaufen", sondern habe sich bewusst abgemeldet. "Wer so lange Vorsitzender war, weiß wie das läuft, da kann man sich nicht beurlauben lassen oder eine Auszeit nehmen, da wirst du immer wieder mit einbezogen – und aus geschäftlicher Sicht ging das um diese Zeit einfach nicht, zu angespannt war ich da", betonte er. Dass der Vorstand definitiv ausgebrannt sei, könne er nachvollziehen, dennoch wolle er dem Verein eine zweite Chance geben. "Wenn wir in einem halben Jahr feststellen, dass es nicht möglich ist, müssen wir weiter sehen", stellte er fest.

 

Bei den geheim durchgeführten Wahlen konnte Kaltenbach 32 der 43 möglichen Stimmen bei acht Neinstimmen auf sich als künftigen Vorsitzenden vereinen, sein künftiger Stellvertreter Wolfgang Förtsch sogar 35 (sieben Nein). Herbert Burger als neuer Kassier erhielt 28 Stimmen bei 13 Mal "Nein" und zwei Enthaltungen, Schriftführer Markus Nagler nur 27 Zustimmungen bei 15 Neinstimmen.

Er habe nicht sicher mit dieser erstaunlichen Zustimmung gerechnet, bekannte Kaltenbach nach der Wahl. Es werde nun sicher in den nächsten Wochen einen regen Austausch mit dem bisherigen Vorsitzenden geben. "Wann und ob man uns je wieder in der Öffentlichkeit erleben wird, kann ich nicht sagen", stellte er den Ernst der Lage klar.

 

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