Chronik des MGV SCHONACH

 

Im Jahre 1901 wagte Vikar G. U. Walz mit 16 jungen Männern einen Gesangverein zu gründen. Anfangs war diese kleine Gruppe noch eine Abteilung des Katholischen Arbeitervereins. Die erste Zusammenkunft konnte man im November 1901 im Gasthaus "zum Schwanen" abhalten. Der Vikar Walz konnte die Geschicke des Vereines aber nur für ein Jahr leiten. An seine Stelle trat der Oberlehrer Anton Hodapp der leider aber auch nur für ein Jahr als Chorleiter tätig war.


In Josef Dold fand man dann einen geeigneten Dirigenten der dieses Amt dann 8 Jahre inne hatte. 1910 gab er die Leitung an Richard Ketterer ab: Mit diesem Schritt begann der Aufstieg des Vereins. Die Sänger gaben sich in der Zwischenzeit den Namen "Sängerkreis" und setzten so den Grundstock zur Selbständigkeit. In dieser Zeit nahm der Verein mehrmals an Gesangswettbewerben teil wobei tolle Erfolge gefeiert wurden.
Im September 1911 konnte das 10-jährige Jubiläum gefeiert werden. Leider wurde diese erfolgreiche Zeit durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Nach dieser schweren Zeit blieb nur noch ein kleiner Haufen von dem einst blühenden Verein übrig. Doch ein engagierter Mann Namens Richard Ketterer konnte den Rest der Männer wieder zusammenzuführen, so dass sich im Jahre Jahre 1919 ca. 20 Männer fanden, um die Proben erneut aufzunehmen. Auch konnte hiermit der Sängerkreis die Vereinsarbeit mit einer kompletten Vorstandschaft wieder aufnehmen.

 

1921 wurde das 20-jährige Jubiläum, verbunden mit der Fahnenweihe gefeiert. Die Mitgliederzahl stieg in dieser Zeit auf sage und schreib 99 Männer und somit stellten sich große Erfolge bei Gesangs-Wettbewerben ein. Zum 30-jährigen Jubiläum wurde ein großer Festgottesdienst unter der Leitung von Richard Ketterer gefeiert. Am 17. November des selben Jahres, verstarb nach 22 Jahren Dirigentenzeit Herr Richard Ketterer. Der Verein verlor dadurch nicht nur einen Dirigenten sondern auch einen guten Kameraden. Doch man musste an die Zukunft des Vereines denken und fand im Bruder des Verstorbenen, in Herrn Ludwig Ketterer einen Nachfolger für das Amt des Chorleiters.


Die Zeit des 2. Weltkrieges erschwerte den Vereinsbetrieb und brachte in auch teilweise zum erliegen.


Im Jahre 1948 konnte unter dem damaligen Vorstand Urban Kienzler und Dirigenten Ludwig Ketterer jun. wieder mit dem Proben und Vereinsleben begonnen werden.
Auf Ludwig Ketterer jun. folgte als Chorleiter Hermann Sailer, dem wiederum folgte der Musiklehrer August Meisterhand. Unter diesem Chorleiter wurde auch 1952 das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Im selben Jahr gab der damalige Vorstand Richard Kienzler sein Amt ab. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als Vorstand folgte ihm Adolf Petrino. Hier gilt es besonders zu erwähnen, dass bis zum heutigen Tag noch 2 aktive Mitglieder aus dieser Zeit im Verein mitsingen. Diese heißen Paul Herr und Heinz Bechtold. Paul Herr wurde inzwischen für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt, auch ist es besonders zu würdigen, dass er es in zwanzig Jahren bei 1.114 Proben auf nur 8 Fehlproben brachte. Heinz Bechtold wurde für 40 Jahre Vereinzugehörigkeit geehrt. Außerdem zeichnet ihn seine langjährige Tätigkeit in der Vorstandschaft von 1953 bis heute aus.


1958 übergab Adolf Petrino sein Amt an Kamill Schmidt, der 1960 abermals einen neuen Chorleiter suchen musste. Er wurde dann in Person von Musiklehrer Ralf Heiland gefunden, mit dem man auch das 60-jährige Jubiläum feierte. 1964 Wurde Adolf Hipp zum Vorstand gewählt.


1967 lud der Sängerkreis am Fasnachtsfreitag zum ersten "Konfettieball" ein. Diese Fasnachtveranstaltung fand bei den Leuten in Schonach und der Raumschaft großen Anklang und war somit lange Zeit ein Großereignis für den Verein. Leider gilt es hier zu Erwähnen das Aufgrund vieler neuer Fasnachtsveranstaltungen in der Raumschaft, dieses Ereignis seit wenigen Jahren nicht mehr gibt.


1969 verließ Ralf Heiland den Verein. Er wurde zum Ehrenchorleiter ernannt. Ihm folgte im August 1969 Kurt Schmidt als Dirigent. Unter seiner Führung wurden auch erstmals Lieder mit Klavierbegleitung und mit Orchester vorgetragen.

 

1970 wurde Helmut Klausmann neuer Vorstand. Im selben Jahr beschloss man ein Waldfest auf der oberen "Kuttlematte" zu veranstalten. Dieses Fest ist bis heute ein besonderes Großereignis, nicht nur für den Verein sonder für alle Schonacher. Man muss als Schonacher einfach mal das Waldfest auf der "Kuttlematten" erlebt haben.

 

1971 ging ein großer Wunsch der Sänger in Erfüllung. Der Verein konnte sich in Einheitskleidung präsentieren.


1975 begann ein neuer Abschnitt in der Vereingeschichte. Es wurde ein Frauen und Kinderchor gegründet. Anfangs zählten 60 Kinder und 36 Frauen zu den Pionieren.

 

1976 fand zum 75-jährigen Jubiläum ein Festkonzert mit allen 3 Chören statt. Weiter Programmpunkte waren Festbankett und ein großer Festumzug. Im selben Jahr musste der Verein einen neuen Vorstand suchen. Helmut Klausmann legte sein Amt nieder. Herbert Storz übernahm anfänglich das Amt kommissarisch, wurde dann 1977 bei der Jahreshauptversammlung als 1 Vorstand gewählt. Im gelang es auch den bis heute tätigen Chorleiter Thomas Schmidt den Sänger und Sängerinnen vorzustellen.
Im Jahre1981 zum 80-jährigen Jubiläum wurde das Weihnachtskonzert zum ersten mal in heutiger Form präsentiert. Man gestaltetet im Saal des Haus des Gastes mit Unterstützung der Jugendmusikschule St. Georgen ein Konzert. Auch in den vielen noch folgenden Jahren wurde das Weihnachtskonzert mit einigen Musikern aus der Raumschaft bereichert. 

Anlässlich des 10- und 20-jährigen Bestehens des Frauen- und Kinderchores wurde jeweils ein Festkonzert veranstaltet.


1996 wurden der Vorstand Herbert Storz und Chorleiter Thomas Schmidt für jeweils 20 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft und 20-jähriges Dienstjubiläum als Dirigent geehrt. Herbert Storz erhielt außerdem im Namen des Landes Baden-Württemberg die Landesehrennadel. Bei der darauf folgenden Generalversammlung gab Storz sein Amt in jüngere Hände ab und wurde gleichzeitig zum Ehrenvorsitzende ernannt. Als sein Nachfolger wurde Bernd Kaltenbach gewählt, der bis zum heutigen Tag als Vorstand tätig ist.


Im Jahre 2001 feierte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum. Dies wurde mit einem großem Festbankett und einem wunderschönen Weihnachtskonzert das dieses mal in der Kirche stattfand gefeiert.


Im Jahre 2003 Veranstaltete der Verein die erste "Après-Ski Party". Diese neue Veranstaltung fand bei der Bevölkerung so wie früher der "Konfettiball" wieder großen Anklang.


Auch gilt es noch zu erwähnen das sich der Verein an vielen weiteren Veranstaltungen beteiligt und auch die eigene Kameradschaft sehr zu Pflegen weiß. Man trifft sich zu Wanderungen, Ausflügen, Freuntschaftssingen, Sängerfesten und vielem mehr.

 

Am Weihnachtskonzert 2009 durfte der Männerchor sowie der Frauenchor ihre neue Einheitskleidung erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

 

 

1901: Die MGV-Gründungsväter

1926: Siegerfoto Gesangswettbewerb

1961: Jubiläum 60 Jahre MGV

1976: Jubiläum 75 Jahre MGV

1991: Jubiläum 90 Jahre MGV

2000: 25 Jahre Frauen & Kinder-Chor

2001: Jubiläum 100 Jahre MGV

2011: 110 Jahre

2013: Ehrungen

Ehrenvorstand HERBERT STORZ

Portrait 

 

Herbert Storz wurde am 07.07.1941 in Nußbach geboren. Zusammen mit sieben Geschwistern wuchs Storz auf dem Feißenhof auf. Nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule begann er 1955 eine Ausbildung zum Maschinenschlosser bei der Firma Gebrüder Grieshaber in Triberg. Während seiner Lehrzeit begann er beim SV Nußbach Fußball zu spielen, sehr zum Missfallen seiner Eltern.

 

Nach der 18-monatigen Bundeswehrzeit und verschiedenen beruflichen Stationen in St.Georgen und Villingen kehrte er 1964 zur Firma Gebrüder Grieshaber zurück. Im Mai 1965 heiratete Herbert Storz seine Frau Erika. In den folgenden Jahren kamen seine drei Töchter Sigrid, Petra und Martina zur Welt.

 

Die Begeisterung während seiner Lehrzeit Fußball beim SV Nußbach zu spielen, brachte ihn letztendlich zum MGV Sängerkreis Schonach. 1969 suchte der damalige zweite Vorstand Verstärkung für ein Fußballtunier. Da Storz 1967 wegen einer Knieverletzung gezwungen war den Sport aufzugeben, musste er die Unterstützung ablehnen und wurde kurzer Hand als aktiver Sänger geworben. Im Gesang und der Geselligkeit fand Storz einen neuen Lebensinhalt.

 

Von 1972 bis 1974 besuchte Herbert Storz abends einen Vorbereitungslehrgang zum Industriemeister in Singen. Nach erfolgreichem Abschluss erhielt er von der Firma Grieshaber einen Dienstvertrag als Werksmeister.


1975 begann für Storz die Zeit in der Vorstandschaft des MGV. Als zweiter Vorsitzender lernte er wie ein Verein zu führen und zu verwalten ist. 1976 übernahm er das Amt des ersten Vorsitzenden kommissarisch. Im gleichen Jahr musste Storz auch einen neuen Dirigenten für den Chor finden. Im Oktober 1976 konnte er den Mitgliedern Herrn Thomas Schmidt vorstellen.

 

Die Bestätigung seines kompetenten und sicheren Auftretens als Vorstand, erhielt Storz vom Verein bei der Jahreshauptversammlung 1977. Herbert Storz wurde offiziell in das Amt des ersten Vorsitzenden gewählt.


In den folgenden Jahren war Storz bemüht neue Mitglieder für den MGV zu gewinnen, was ihm auch gelang.

 

Weiter gab er dem Weihnachtskonzert einen neuen festlichen Rahmen. 1981 konnte der MGV in einem gestuhlten Konzert ohne Bewirtung und mit Orchester der Jugendmusikschule St.Georgen sein Können beweisen. In der Raumschaft entwickelte sich dieses Konzert zu einem kulturellen Höhepunkt.

 

Auch das "Kuttlematte-Fest" wurde unter der Führung Storz finanziell zu einem wichtigen Standbein des Vereins. Der Montag wurde zusätzlich als Waldfesttag hinzugenommen und wäre für die Bevölkerung von Schonach und der näheren Umgebung nicht mehr wegzudenken.

 

Herbert Storz versuchte in seiner Amtszeit immer wieder Kinder zu finden, die Spaß am gemeinsamen Singen haben. Sein Ziel war es die Jugend für den Chorgesang zu begeistern und gleichzeitig die Zukunft für den Verein zu sichern. Dieses Ziel hatte er erfolgreich erreicht. Einerseits erlebte der Kinderchor seine stärkste Zeit und andererseits haben viele Kinder und Jugendliche den Weg zum Frauen- und Männerchor gefunden.


Im Rahmen des Weihnachtskonzertes 1996 wurde Storz für seine 20-jährige Tätigkeit als Vorstand vom Land Baden-Württemberg geehrt. Storz fasste den Entschluss bei der nächsten Jahreshauptversammlung 1997 sein Amt als ersten Vorsitzenden an den sehr jungen 23 jährigen ,aber engagierten aktiven Sänger "Bernd Kaltenbach" , abzugeben. Neben seiner 20 Jahre Vorstandtätigkeit war Herbert Storz zusätzlich noch 18 Jahre als Vorsitzender der Gruppe 8 tätig und war 17 Jahre Mitglied des Präsidiums des Schwarzwaldgau-Sängerbundes.


Nachdem Storz den Vorsitz an "Bernd Kaltenbach" abgab konnte er den Chor noch gesanglich eine Zeit lang unterstützen. Aufgrund einer chronischen Stimmlippenverhärtung musste er die aktive Teilnahme jedoch aufgeben.

 

Der MGV bedankt sich bei Herbert Storz mit diesem Portrait für seinen über 20-jährigen Einsatz für den Verein.

10 Jahre 1. Vorsitzender

Schonach 30.01.2007 Artikel vom Südkurier

(fd) Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des MGV Sängerkreises in Schonach wurden einige Mitglieder für ihren jahrelangen Einsatz geehrt. Nach 25 Jahren passiver Mitgliedschaft werden die Mitglieder des MGV zu außerordentlichen Mitgliedern ernannt. Diese Auszeichnung erhielten Karl Hummel, Gabriel Fleig, Bruno Haas, Manfred Pfaff und Joachim Müller. Der Vorsitzende Bernd Kaltenbach überreichte ihnen eine Urkunde.

Für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Ursula Ringwald und Raimund Beha ebenfalls eine Urkunde sowie die silberne Anstecknadel. Bereits 25 Jahre aktiv im Verein sind Sabine Fehrenbach, Sigrid Storz und Gabi Piendl. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und erhielten ebenfalls Urkunden.

Bernd Kaltenbach lobte die Anwesenden für ihre regelmäßigen Probenbesuche und ehrte auch hier einige Mitglieder besonders. Null Fehlproben hatte im vergangenen Jahr Silvia Fehrenbach, eine Fehlprobe hatten Veronika Heyer, Renate Körbel, Paul Herr, Marinus Kaltenbach und Heinz Bechthold. Auf zwei Fehlproben konnten Armin Ringwald und Urban Fleig zurückblicken.

Der ehemalige Vorsitzende Herbert Storz ergriff kurzfristig das Wort, denn auch er hatte eine Ehrung durchzuführen. Da ihn Bernd Kaltenbach bereits 1997 in seinem Amt ablöste, konnte dieser nun sein zehnjähriges Jubiläum als Vorsitzender feiern. "Zehn Jahre als Vorstand, das ist nichts Leichtes und ich bin stolz auf meinen Nachfolger", so Herbert Storz. Bernd Kaltenbach bedankte sich für die Auszeichnung und betonte die Mithilfe der gesamten Vorstandschaft und der Mitglieder. "Nur durch dieses Miteinander funktioniert es", meinte er.

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